Ökologische Schweinezucht in weite Ferne gerückt
Neues Produkt ermöglicht "medikamentenfreie" Massentierhaltung
Wie aus einem Artikel der Eco-News hervorgeht, ist es dem schweizerischen Unternehmen Heinz agro GmbH gelungen, eine neue Methode zur Verbesserung der Massentierhaltung in der Schweinezucht zu entwickeln. Mit der weiter unten beschriebenen Methode der Kristallanalyse wird im Labor ein Extrakt aus Kot und Gewebe von Schweinen erstellt. Anschließend wird ein mit der Analyse identisches Extrakt hergestellt und mit einer Vernebelungsanlage in den Ställen der Schweine versprüht. Über die Schleimhäute aufgenommen, stärkt das Extrakt das Immunsystem und bekämpft so die üblichen Krankheiten der Massentierhaltung.
Voller Stolz wird man also in Zukunft "medikamentenfreies" Schweinefleisch anbieten. Das die Tiere nach wie vor ihr gesamtes Leben in unglaublicher Enge in einem Stall verbringen, nie das Tageslicht sehen oder sogar noch auf Spaltböden stehen müssen bleibt dabei wohl Nebensache. Die aufkeimenden Hoffnungen der letzten Monate, die von Agrarministerin Renate Künast angekündigte Agrarwende hin zum ökologischen Landbau dürfte unter solchen Umständen zumindest für die Schweinezucht keine Zukunft mehr haben.

Originalartikel der Eco-News:

Quelle: Die grüne Presseagentur
Innovation in der Schweinezucht:
Neuartiges Verfahren sehr erfolgreich
Testreihen in Deutschland, Dänemark, Schweiz und Italien haben bewiesen: eine gewinnorientierte Schweinezucht ist auch ohne umfangreiche Medikamentengabe möglich. Durch die Gabe eines neuen Produktes konnte bei Schweinen eine Wachstumssteigerung, eine erhöhte Gewichtszunahme, eine gesteigerte Vitalität uvm. sowie auch eine erhöhte Fruchtbarkeit bei den Muttersauen festgestellt werden. Gleichzeitig führte die Anwendung dieser Innovation zu einer geringeren Sterblichkeit insbesondere bei Ferkeln. Die Tiere hatten deutlich weniger Krankheiten was zu einer Senkung der medizinischen Kosten führte.
Das Produkt von dem die Rede ist heißt SuDal. Was von der Wirkung her fast wie ein Wundermittel klingt ist eine Entwicklung aus dem Hause Heinz agro GmbH, ein Unternehmen aus der Schweiz, das sich mit der Entwicklung von zukunftsweisenden Systemen im agrar- und veterinärmedizinischem Bereich beschäftigt. Und was kaum zu glauben ist: SuDal enthält keine chemischen Zusätze. Frau Schwingenheuer, Geschäftsführerin der Firma BNM GmbH aus Münster, die dieses Mittel in Deutschland vertreibt, erklärt hierzu: "Das Prinzip ist, das Proben von Kot und Gewebe von Schweinen in das Labor geschickt, dort mit Hilfe eines patentierten Verfahrens bearbeitet. Sie werden in Form von Kristallisaten fixiert und mit entsprechenden Kristallisaten von Pflanzen, Mineralien usw. aus einer Datenbank verglichen. Diese Methode heißt Kristallanalyse. Danach wird ein Extrakt, welcher mit den Informationen der Analyse übereinstimmt, angefertigt. Der Extrakt wird mit Wasser vermischt und mit einer Vernebelungsanlage über die Schweine in den Stall gesprüht. Über die Schleimhäute nehmen die Tiere die Substanz auf, und es kommt im Schwein zu einer Selbstregulation des Organismus". Das Immunsystem der Tiere sei in einer Massentierhaltung enormen Stressphasen ausgesetzt. Neben infektorischen Momenten spielen u. a. soziale Aspekte eine große Rolle. Auch die heutigen Futterzusätze, welche teilweise aus genetisch veränderten Zusammensetzungen bestehen, belasten erheblich den Gesundheitszustand der Schlachttiere, so der Sendenhorster Landwirt Ludwig Austermann, auf dessen Hof Sudal seit mehreren Monaten in der Forschung mit Erfolg eingesetzt wird. Mit Hilfe der Gabe von SuDal werden diese unterschiedlichen Einflüsse korrigiert.
Die klare Wirkweise der Interferenzmittel der Heinz agro GmbH basiere auf der Tatsache, dass jeder Körper die Fähigkeit hat, sich in einem individuellen Maße selbst zu regulieren. Die Interferenzmittel setzen einen Mechanismus in Gang, der die Abwehr- und Selbstregulationskräfte des Tieres aktiviert und deren Tätigkeit unterstützt. Frau Schwingenheuer erklärte, dass Nebenwirkungen SuDal nicht produziere, da es keinen eigenen Chemismus habe. SuDal sei leicht einsetzbar, es gebe keine Gegenanzeigen und das Ziel des Einsatzes würde nicht verfehlt.
Zuversichtlich ist Schwingenheuer auch hinsichtlich des Erfolges von SuDal: "Der Markt: ist reif für diese Innovation. Der Verbraucher will Fleischprodukte, die ohne Chemie hergestellt sind. Dies entspricht voll und ganz dem Weg zu einer besseren Tierhaltung, wie er auch vom Landwirtschaftsministerium gefordert wird." Zur Zeit läuft auf einem großen Versuchshof in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Projekt, bei dem die Wirkung von SuDal in der Abferkelung wissenschaftlich untersucht wird.