| Müll füllt Stausee |
| Quelle: Greenpeace |
| Mehr als sechs Millionen Tonnen Hausmüll und fast zehn Millionen Tonnen feste Industrieabfälle werden jedes Jahr nahe des Drei-Schluchten-Staudamms in den Jangtse gekippt. Wie die Tageszeitung "China Daily" berichtet, haben sich entlang der Ufer in dem betroffenen Gebiet bereits 30 Millionen Tonnen Industriemüll angesammelt. Weil die Abfallmassen den Betrieb des größten Staudamms der Welt zu beeinträchtigen drohen, wollen die chinesischen Behörden jetzt 4,8 Milliarden Dollar in Maßnahmen gegen die Verschmutzung des Jangtse investieren. |
| "Wenn sich in dem Stausee immer mehr Müll ansammelt, kann der Drei-Schluchten-Damm nicht normal betrieben werden", zitiert die Nachrichtenagentur Xinhua einen Funktionär der chinesischen Umweltbehörde. Mehr als 260 Klärwerke und über 200 Mülldeponien sollen deshalb gebaut werden. Außerdem sind Anlagen geplant, die Schiffsabfälle entsorgen können. Einige Fabriken, die für besonders umweltbedrohlichen Müll verantwortlich sind, müssen sogar schließen. |
| Der Bau des umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamms begann 1993 und soll im Jahr 2009 abgeschlossen sein. Die geplanten Kosten liegen weit über 30 Milliarden Mark. Der Stausee wird eine Fläche dreimal so groß wie das Saarland überfluten und fast zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen haben deshalb immer wieder gegen das Mammutprojekt protestiert, allerdings ohne Erfolg. Auch die deutsche Bundesregierung unterstützt den Bau des Staudamms mit Hermes-Bürgschaften für den Export von 15 Transformatoren der Firma Siemens. |