| Künstlich eingefügtes Erbgut von Gentech-Mais in Wildpflanzen nachgewiesen |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Gentechnisch veränderter Mais kann seine artfremde DNA auf wilden Mais übertragen. Das belegen zwei amerikanische Wissenschaftler in der Zeitschrift "Nature". Sie hatten den unbeabsichtigten Gentransfer von in der Landwirtschaft genutzten Gentech-Maissorten auf Wildformen und Landrassen in Oaxaca, einer entlegenen Bergregion Mexikos, nachgewiesen. Das Gebiet ist ein wichtiges Verbreitungszentrum von Mais. Seine lokalen Rassen sind für die globale Ernährungssicherheit von besonderer Bedeutung, da sie wertvolles Erbmaterial für die Pflanzenzüchtung beherbergen. |
| David Quist und Ignacio Chapela von der Berkeley-Universität in Kalifornien wiesen mit der PCR-Methode, der Polymerase-Kettenreaktion, verbreitete transgene DNA-Sequenzen in verschiedenen Maisproben der Region nach. Aufgeschreckt von den Ergebnissen, führten mexikanische Behörden entsprechende Untersuchungen durch und fanden ebenfalls transgenes Erbgut in Wildformen und Landrassen. In dem entlegenen Untersuchungsgebiet in Oaxaca enthielten 3-10 Prozent der untersuchten Pflanzen veränderte DNA. "In zentralen Anbaugebieten dürften die Austauschraten sogar wesentlich höher liegen," meinten Quist und Chapela. |
| "Das Ergebnis war für uns überraschend, weil Mexiko seit 1998 den Anbau von gentechnisch verändertem Mais untersagt hat. Entweder wird die Einhaltung des Moratoriums nicht ausreichend kontrolliert oder das transgene Erbgut stammt noch aus der Zeit vor 1998 und wird seitdem von Generation zu Generation weiter vererbt," so die Wissenschaftler. |