| Ölteppich vor Rio de Janeiro |
| Quelle: Greenpeace |
| Auf die weltberühmten Strände von Copacabana und Ipanema vor Rio de Janeiro treibt mal wieder ein Ölteppich zu. Die Behörden gehen von 100.000 Litern Erdöl oder Nebenprodukten der Kraftstoffherstellung aus. Sie stammen aus einer durch die Bucht von Guanabara laufenden Pipeline am Meeresgrund. Aus bislang ungeklärter Ursache muss sich die Leitung am Freitag vom Boden gelöst haben. Sie wurde an die Wasseroberfläche gedrückt und von einem Schiff gerammt. Die Pipeline wird von der spanischen Firma Repsol und dem brasilianischen Unternehmen Manguinhos betrieben. Nach Medienberichten müssen die Unternehmen jetzt mit einer Geldstrafe von rund 910.000 Mark rechnen. |
| Die Säuberungs- und Schutzarbeiten laufen auf Hochtouren. Auf einer Strecke von 5,5 Kilometern wurden Ölsaug-Barrieren errichtet. An den Ölpest-Bekämpfungsmaßnahmen beteiligen sich 30 Spezialschiffe. |
| Der staatliche Ölkonzern Petrobras erklärte vorsorglich, dass er mit dieser Ölverschmutzung nichts zu tun habe. Im Januar 2000 allerdings war es eine Unterwasser-Pipeline von Petrobras, die brach und die bisher größte Ölverschmutzung verursachte. Damals ergossen sich rund 1,3 Millionen Liter Erdöl in die Bucht und verdreckten die Strände. Der Ölgigant wurde zu 30 Millionen Dollar Strafe verurteilt. |