| Verseuchte Meeresfrüchte |
| Quelle: Greenpeace |
| Vor dem Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten aus dem Golf von Thailand hat am Donnerstag Greenpeace gewarnt. Eine von der Umweltorganisation in Auftrag gegebene Studie hat im Meeressediment und im Wasser stark erhöhte Werte von sieben hochgiftigen Chemikalien gefunden. Darunter auch Chlorbenzole, die zu den langlebigen Umweltgiften (POPs) zählen. Zuvor hatte schon eine UNO-Studie gewarnt, dass die Gesundheit der Thailänder gefährdet sei, weil jedes Jahr Millionen Liter ungeklärtes Industrieabwasser in den Golf von Thailand fließen. |
| Greenpeace hat die Untersuchung gestartet, nachdem viele Küstenbewohner sich über übelriechendes und verfärbtes Wasser sowie einer Vielzahl von chronischen Erkrankungen in der Bevölkerung beklagten. "Wir hatten gar nicht erwartet diese Dauergifte zu finden", sagte Tara Buakamsri, Gift-Experte von Greenpeace Südostasien. "Unser Augenmerk galt eigentlich mehr den Schwermetallen, wie Quecksilber, Blei und Cadmium. Die werden im Golf von Thailand schon seit Jahren gefunden." |
| Chlorbenzole sind Nebenprodukte der Chlorindustrie und fallen hier vor allem bei der Herstellung von Pestiziden und Lösungsmitteln an. Sie sind bis zu 30 Jahre in der Umwelt stabil. Ist man ihnen ständig ausgesetzt, nehmen das Immunsystem und die Fortpflanzungsorgane Schaden. Leberschäden und Krebs sind weitere mögliche Folgen. Chlorbenzole gehören zu dem so genannten schmutzigen Dutzent. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von besonders giftigen Chemikalien und POPs, deren Produktion und Nutzung im Juni international verboten wurde. |