| Schlangen-"Transvestiten" verführen andere Männchen zum Kuscheln |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Wenn männliche Strumpfbandnattern aus dem Winterschlaf erwachen, locken sie andere Männchen mit Sexuallockstoffen an, damit die sich an sie kuscheln und aufwärmen. Das berichtet ein amerikanisch-australisches Wissenschaftlerteam im Wissenschaftsmagazin Nature. |
| Die in Kanada heimischen Rotseitigen Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis parietalis) halten für acht Monate Winterschlaf. Wenn sie erwachen, beträgt ihre Körpertemperatur nur vier Grad Celsius. Zu dieser Zeit sind die Schlangen sehr schwach und langsam und daher eine leichte Beute für Feinde. |
| Robert Mason von der Oregon State University und seine Kollegen stellten nun fest, dass die gerade erwachten männlichen Schlangen für ein bis zwei Tage weibliche Sexuallockstoffe produzieren können, mit denen sie Männchen anlocken, die sich dann an sie schmiegen und aufwärmen. Die "Transvestiten" können dann von bis zu hundert paarungswilligen Männchen bedeckt sein und sind so auch von Feinden abgeschirmt. Dadurch erhöhen sie ihre Überlebenschancen in den ersten Tagen nach dem Winterschlaf. |
| Dies ist eine neue Erklärung für die Mimikry der Schlangen. Oft wird Mimikry als eine alternative Paarungsstrategie gedeutet, durch die sich die Tiere beispielsweise vor aggressiven Mitbewerbern schützen. |