| Vorsicht vor genmanipuliertem "Superunkraut" |
| Quelle: Greenpeace |
| Die Vereinten Nationen weisen auf die Nachteile von genmanipulierten Kulturpflanzen hin. Diese werden zum Beispiel in Nordamerika auf Millionen von Hektar angepflanzt. Gegen Unkaut- und Schädlingsbekämpfungsmittel weitgehend resistent, sichern sie zwar eine gute Ernte, aber: Aus den Gen-Pflanzen können bei einer Kreuzung mit wilden Artverwandten "Superunkräuter" entstehen, die sich vom Menschen kaum noch kontrollieren lassen, warnt die Welternährungsorganisation (FAO). |
| In Kanada hat das "Superunkraut" bereits Einzug auf die Felder gehalten. Transgene Rapspflanzen stehen unerwünscht in Weizenfeldern und lassen sich durch Pestizide kaum vernichten. Es bleibt den Landwirten nichts anderes übrig, als per Hand gegen das Unkraut vorzugehen. |
| Die Invasion der Gen-Pflanzen kommt unter anderem durch den Fruchtwechsel zustande. "Wenn zum Beispiel abwechselnd Mais und Sojabohnen angebaut werden, wird man eines Tages sehr widerstandsfähige Maispflanzen in den Sojabohnen-Feldern finden", so Labrada Romero von FAO. "Unkräuter konkurrieren mit den Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe und Licht und sind bisher für über fünf Prozent der Ernteverluste in den Industrieländern verantwortlich." |
| Trotzdem hat die amerikanische Umweltbehörde (EPA) in diesem Monat den Anbau von genmanipuliertem Mais für weitere sieben Jahre zugelassen. Gentechnisch wird es mit dem giftigen Protein des Einzellers Bacillus thuringiensis (Bt) versehen, das in der Pflanze verschiedene Schädlinge abwehrt. Die Anschuldigungen durch einige Wissenschaftler, dass Bt die Population der Monarchfalter schädigt, wurde vom EPA mit Hinweis auf wissenschaftlich Studien zurückgewiesen. |