| Dinosaurier "erfanden" die Blumen nicht |
| Quelle: bild der wissenschaft online |
| Alle heutigen Blumen konnten erst dadurch entstehen, dass die großen Pflanzen fressenden Dinosaurier während der Kreidezeit ihre Fressgewohnheiten änderten. Innerhalb von 25 Millionen Jahren übernahmen die Bedecktsamer dann die Herrschaft im Pflanzenreich. Diese häufig vertretene These sei so nicht haltbar, sagen zwei Wissenschaftler von der Universität Oxford. |
| Nach den Untersuchungen von Paul Barrett und Katherine Willis (Biological Reviews (2001), 76, 411-447) gibt es bei den fossilen Funden keine bedeutsamen Hinweise darauf, dass eine Änderung der Dinosaurierkost für das Aufkommen der Bedecktsamer, der Angiospermen, entscheidend war. Denn sonst hätte man für die Zeit der Veränderung der Vegetation beispielsweise Anpassungen der Kiefermorphologie der Dinosaurier nachweisen müssen, die auf einen derartigen Kostwechsel hindeuten. Derartige räumlich und zeitlich zur Speiseplan-Wechsel-These passenden Fossilienfunde seien aber bisher nicht bekannt. |
| Die Forscher gehen davon aus, dass Insekten und baumbewohnende Säugetiere eine weit größere Rolle für die Ausbreitung der Bedecktsamer spielten als die großen kreidezeitlichen Pflanzenfresser. Darüber hinaus könnte ein gestiegener Kohlendioxid-Gehalt der Luft das Vordringen der bedecktsamigen Flora begünstigt haben. |
| In der frühen Kreidezeit setzte vor etwa 135 Millionen Jahren ein gewaltiger Wechsel bei der Pflanzenwelt der Erde ein. Die Bedecktsamer drängten die bisher herrschenden Farne, Schachtelhalme und nacktsamigen Pflanzen wie zum Beispiel Nadelhölzer erheblich zurück und entwickelten innerhalb einer relativ kurzen Zeit eine ungeheure Formenvielfalt. |