Unilever-Lieferant Heidemark zu viele Küken im Stall

(Quelle:Greenpeace) Nun also ist es amtlich: Im Putenstall im niedersächsischen Westerstede werden 5.000 Küken mehr gehalten als erlaubt. Am 10. August 2001 hatte Greenpeace gegen den Mäster eine Anzeige wegen illegaler Produktion erstattet. Statt der vom Landkreis Ammerland genehmigten 25.000 Küken hatte der Putenmäster, der für den Unilever-Lieferanten Heidemark produziert, zu viele Jungtiere im Stall. Das hat die Überprüfung des Betriebes durch den Landkreis ergeben. Gegen den Mäster wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Unilever hatte in einer Stellungnahme des Konzerns den Greenpeace-Behauptungen widersprochen: "Der Kükenbestand in dem von Greenpeace konkret genannten Betrieb ist behördlicherseits genehmigt. Somit sind die von Greenpeace aufgestellten Behauptungen falsch." Unilever Marketing-Vorstand Andreas Sachs fügte hinzu: "Es kann nicht angehen, daß ungerechtfertigte Behauptungen eine seriöse Marke gefährden."

Nun bringen die Ermittlungen der Behörden Heidemark und Unilever in akute Erklärungsnot, denn Unilever beteuert seinen Kunden gegenüber, daß man auf die Einhaltung korrekter Produktionsbedingungen achte.

Die Überbelegung einer Stallanlage ist kein Kavaliersdelikt. Dadurch kann sich die Anfälligkeit der Tiere für Krankheiten erhöhen. Platzmangel, Stress, schlechte Luft und feuchtes Stroh begünstigen die Ausbreitung von Infektionen. Um dem zu begegnen, setzen manche Mäster übermäßig viel und oft Tierarzneien, wie Antibiotika, ein.


Anmerkung und persönliche Meinung des Webmasters:
Die bekannteste Marke der Firma Unilever dürfte in Deutschland wohl "Du darfst" sein. Mit dem Werbespruch "Ich will so bleiben, wie ich bin" werden fettarme Fleisch-, Wurst- und Käseprodukte vertrieben.
Wenn ein Hersteller bei solchen Mißständen auch noch behauptet, es sei alles in bester Ordnung, dann kann ich nur sagen:
"Ich will so bleiben, wie ich bin" und verzichte gerne auf "Du darfst".

Hans Henning Klein

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